Yoga & Programmierung, eine besondere Erfahrung

Yoga & ProgrammierungDu sitzt schon Stunden am PC, hast tausend Zeilen gescannt, alles auf dem Schirm im Kopf und
bewegst dich in eine Welt, die dich immer mehr zieht. Oh, ja, das kann ich auch noch machen und dies und das. Programmierst du, ist dein Ergebnis knallhart, kritisch rational. Du glaubst daran, dass es funktioniert, bis du beim Testen siehst: sehr unschön. 
Digitale Welten sind wie Träume, du kannst sie niederschreiben, evaluieren, neu aufbauen, alles in der Dimension der Programmiersprachen. Und hast du deinen Traum zu Ende geträumt/eingetippt – ist er nicht weg. Du kannst ihn aufrufen und sehen, wie viel davon in die materielle Kultur herüber kam. Nur digital als rhythmisch koordiniertes Pixel-Glimmern in eine vorgegebenen Rhythmus.Es ist wie ein Kunstwerk, das du immer wieder ansehen kannst.

 
Ob privat oder beruflich, es sind dann deine realisierten Träume, die in unsere Welt Arbeitserleichterung, Unterhaltung, Information und Freude am Surfen/Arbeiten bringen. Doch dies alles erkennst du erst nach dem Auftauchen aus den tiefen Wurzelbereichen (Quellcode) und siehst was du vollbracht hast. Manchmal denke ich dabei: zum Glück bin ich kein Maulwurf.
Dieses Künstlern ist maskulin, mit allen Nebenwirkungen. Nebenbei kann es dich regelrecht Verschlucken und selbst nachts scannst du noch unendliche Seiten Quellcode….
Für mich gilt, bin ich künstlerisch, bin ich auch getrieben, die Energie fließt und will sich realisieren, wiell schöpfen will sein.
Yoga ist weiblich, es gibt dem umtriebigen Geist ein Gefäß in dem er sich ausruhen kann. Yoga ist körperbezogen, will gefühlt werden, nicht nur als Individuum, sondern auch als großes Einssein mit dem Universum.
Yoga nimmt deinen hüpften kleinen Professor auf und verbindet in mit den Sinnen. Ich denke, jeder Denker muss, um voranzukommen seine Sinne ausschalten. Doch ist der Denker mal am Vorpreschen, so geht das unter Umständen zu Weit.
 
Nun besinnst du dich auf Yoga.
Du spürst dein Sinne, du fühlst deine Bewegungen. Mein kleiner Professor, der ist aber manchmal nicht zu kriegen, kaum habe ich in ins Herz geholt und eine Yoga-Stellung eingenommen, hüpft er schon wieder in die Schaltzentrale. Im Indischen sagt man dazu: Gib dem kleinen Affen was zu tun.
Geh ich Wandern, geh ich Joggen, geh ich Schwitzen, immer wieder stell ich fest, ich bin noch nicht ganz da, der kleine Professor ist mal wieder zerstreut…
Steter Tropfen höhlt den Stein, dem kann ich nach Jahren Leben mit Yoga & Co, sagen. Der Körper lernt nicht so schnell, wie der Geist.
 
Yoga ist für mich Jetzt die Vereinigung mit meinem ganzen Sein. Zuerst erfolgt ein Dankeschön an alle Organe und so, dass sie mit gespielt haben, dann werden sie geknuddelt, der Atem wird kurz bewusst, nimmt alles auf was an Gerüchen, Schwingungen da ist, dein Herz begrüßt dein Zimmer und spürt. Eine ruhige Einstimmung ist bequem zu sitzen und nacheinander jeden Finger so lang zu knuddeln bist er leicht pocht.
Alle 10 zu Schaffen ohne Wegzuschlummern, dann bist du schon Profi.
So geerdet geh ich durch die Wohnung, Yoga ist Aufmerksamkeit, tue alles bewusst, jede Bewegung, genieße es, dass du es kannst, dass dein Körper es kann. Putze mal dein WS auf diese Weise und es wird anders sein, als vorher.
Nach langen Lesereisen durch die mystische Welt der letzten Jahrtausende: Dein Körper nimmt viele der Stellungen ein, wenn er einen bestimmten Bewusstseinszustand erreicht hat, dann ist diese Stellung Ausdruck der göttlichen Energie.
 
Du kannst eine Yoga-Übung nachmachen, doch erst wenn die Energie in dir fließt, wirst du sie verstehen. Also das wahre Yoga ist nur was für Durchgeknallte.
Zum Glück ist Yoga, das Joch, dein Körper seit deiner Geburt bei dir. Nimm ihn wie er ist, eine bessere, treuere Liebe wirst du nicht finden.
 

Die Übung der Schildkröte um sich zu erfrischen.
Gefunden auf meinen Wanderungen und hier nacherzählt.

 
China vor unzähligen Jahren, eine Familie, Frau, Mann, Kind machten sich auf den Weg, die Großeltern zu besuchen. Dazu mussten sie über ein steiles Gebirge. Hoch oben auf dem schmalen Bergpfad kam ein Gewitter auf, erschrocken und hastig suchten sie Unterschlupf in einer Höhle. Der Blitz schlug ein, die Steine grollten und der Eingang war verschüttet. Nach einiger Zeit hatten sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt und sie sahen, ganz so schlecht war es nicht, doch die Vorräte schwanden.
So erkundeten sie die Höhle und entdeckten
eine uralte Schildkröte und ein kleines Rinnsal an der Decke.
Einmal am Tag schob die Schildkröte ihren Kopf heraus, streckte die Zunge und fing einen Tropfen auf. Die Chinesen haben es mit Tiergestalten und Mimikkopie, wie bei TaiChi und so. So machten sie es wie die Schildkröte. Einmal am Tag setzten sie sich unter das Rinnsal, zogen den Bauch tief ein, holten Luft, hielten sie an, zuckten mit dem Schließmuskel und fingen mit der Zunge den Tropfen auf, beim Schlucken senkten sie den Kopf voller Dankbarkeit und atmeten aus. Als ein Straßentrupp 100 Jahre später die Höhle freilegte, da staunten sie nicht schlecht. Gesund, munter und körperlich fitt, strahlte die Familie sie an.
 
Wie mache ich das denn nach? Ich sitze im Schneidersitz, fühle meinen geraden Rücken wir einen Schildkrötenpanzer, atme tief aus, ziehe den Bauch nach oben, dann tief von unten her mit Luft auffüllen, jetzt die Zunge herausstrecken und einem imaginären Tropfen auffangen und seinem Weg bis zum Magen folgen.
Die Schließmuskelübung ist von mir eine Zutat, aus dem Tantra und aus den Beckenbodenübungen. Nach ca. 2 Monaten regelmäßigem Üben wirst du dabei erleben, wie dein Rücken schaudert….
 

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