Die Kunst des Ausdrucks in allen Dingen.

Nacherzählung einer japanischen Geschichte über das richtige Rezitieren von Heiligen Texten.

 
 

Die Erzählung fand zu mir, auf meinen Reisen in die Welt des ZaZen. Eine abenteuerliche Zeit, nicht nur im Studieren der Literatur hierzu, sondern auch im Erleben der Übungen..

Zwei Mönche auf Wanderschaft: gute Taten zu vollbringen war ihr Auftrag.

So gingen sie des Weges und unterhielten sich über ihre Aufgabe als sie an einem kleinen See mit einer noch kleineren Insel vorbeikamen.
Da hörten sie es, ein leises Plätschern und Wiegen von Silben wehte über den See. Es kam von der Insel, sie beugten sich vor um zu lauschen. Sie kannten die Verse und sahen sich erstaunt an. War es einer ihrer Brüder da auf der Insel, so weit weg vom Kloster? Keiner sonst konnte das Mantra kennen, es war geheim. Das Mantra wehte weiter über den See und erzeugte eine Atmosphäre des Geborgenseins – leider war es noch nicht ganz perfekt.
Als sie das merkten, leuchteten die Gesichter der zwei Mönche auf. Ihre erste gute Tat für heute würde sein, einem Bruder das richtige Rezitieren des Mantras zu erlernen.
Doch wie herüber kommen? So gingen sie fast um den ganzen See herum, bis sie ein altes modriges Boot fanden und herüberruderten.
 

Sie begrüßten sich auf Klosterart und der alte Mönch freute sich über Besuch und die Hilfe der zwei jungen Mönchsbrüder.

Die Sonne zog ihre Bahn und das Mantra perlte von 3 Stimmen verstärkt richtig rezitiert über der Insel: viele, viele Mal.
Endlich waren die 2 Mönche sicher, dass sie dem alten Mönchsbruder alles richtig beigebracht hatten und verabschiedeten sich.
Auf dem Rückweg waren sie zufrieden, denn von der Insel tönte es korrekt und sie sahen sich wissend an und freuten sich über ihre gute Tat. Doch da ertönte es wieder falsch über dem Wasser.
Sie hatten sich gerade entschlossen zurückzurudern da sahen sie den Alten über das Wasser gehen, direkt auf sie zu.„Verzeiht einem alten vergesslichen Mann, ich habe wieder vergessen wie man das Mantra Über Wasser Gehen richtig aufsagt, wärt ihr so nett, es noch einmal mit mir zu üben?“

 

Zum Eingang

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.